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Steuern

Nachfolgend finden Sie einige Hilfsmittel sowie Fragen und Antworten rund um das Thema Steuern.

Direkte Steuern

Sie bezahlen die Steuern für das ganze 2016 dort, wo sie den Wohnsitz am 31. Dezember haben.

Es gibt aber kantonale Unterschiede. Bei Wohnsitzwechsel innerhalb des Kantons Zürich werden Sie erst ab dem 1. Januar 2017 am neuen Wohnsitz besteuert. Voraussichtlich wird dies im Kanton Zürich ab dem Jahr 2017 auch geändert.
Man hört immer mal wieder, dass man kleine Einkünfte bis 2'000 oder 5'000 nicht erwähnen muss. Das ist ein Irrglaube!

Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte. Auch Naturalbezüge jeder Art und selbstverbrauchte Erzeugnisse aus dem eigenen Betrieb gehören dazu (Art. 16 DBG). Dies ist der Grundsatz. Davon abweichende Bestimmungen sind im Gesetz explizit erwähnt. Z.B. der steuerfreie Gewinn aus der Veräusserung von Privatvermögen, Erbschaften, Sold für Militärdienst, Gewinne im Spielcasino usw.
Die Stammanteile (oder bei einer AG die Aktien) sind im Wertschriftenverzeichnis aufzuführen. Bitte achten Sie darauf, dass der Code entsprechend richtig eingetragen ist. Wenn Ihr Anteil am Unternehmen > als 10% beträgt, werden die Erträge privilegiert besteuert. Falls Sie der AG ein Darlehen gewährt haben, können Sie es ebenfalls im Wertschriftenverzeichnis aufführen.

Als Einkommen versteuern Sie die Dividenden der Unternehmung und die Zinsen des Darlehens. Als Vermögen wird der Steuerwert der Stammanteile (oder Aktien) besteuert (siehe nächste Frage zum Steuerwert).
Die Kantone bewerten nicht kotierte Unternehmen grundsätzlich einheitlich gemäss dem Kreisschreiben Nr. 28 der schweizerischen Steuerkonferenz. Ein Berechnungsmodell finden Sie im Downloadbereich als Excel-Vorlage.

Bitte beachten Sie, dass diese für die Steuern praktikable und einfache Berechnungsart nicht unbedingt dem realen Wert der Unternehmung entspricht.
Halten Sie mehr als 10% am Grundkapital einer GmbH oder AG, werden die Dividenden (Gewinnausschüttungen) milder besteuert als beispielsweise der Lohn eines Arbeitnehmers. Meist zu 50% oder 60% je nach Kanton. Damit möchte man die Doppelbesteuerung der Gewinne mindern. Es betrifft vor allem KMU, in denen die Unternehmer typischerweise mehr als 10% ihres Unternehmens besitzen.

Gewinne, die eine GmbH oder eine AG ausschüttet, wurden bereits bei der GmbH oder AG einmal besteuert (Bund 8.5% und z.B. Galgenen 8.5% oder Altendorf 7.1%). Werden die Gewinne später an den Eigentümer ausgeschüttet, werden diese ein zweites mal als Einkommen beim Unternehmer besteuert. In der Gesamtbetrachtung handelt es sich somit nicht um eine Bevorzugung - die Steuerbelastung ist tendenziell höher. Der Unternehmer berücksichtigt jedoch in seiner Betrachtungsweise auch die Belastung bei den Sozialversicherungen.
Solange die Veranlagung noch offen ist, das heisst, Sie noch keine definitive Einschätzung von der Steuerverwaltung erhalten haben, können Sie Korrekturen nachreichen. Ich empfehle Ihnen, möglichst umgehend einen Brief mit dem Titel "Korrektur / Rektifikat" an das Gemeindesteueramt zu schicken. Allenfalls unter Beilage geeigneter Belege.
Frage zurück: Sind Sie Autohändler und machen das regelmässig oder handelt es sich um eine einmalige, sich bietende Gelegenheit?

Gewinne aus dem Verkauf von Privatvermögen sind steuerfrei. Den Erlös aus dem Verkauf Ihres privaten Autos müssen Sie nicht deklarieren. Allfällige Verluste dürfen Sie demnach auch nicht in Abzug bringen. Wenn Sie jedoch systematisch alte Autos kaufen, aufmotzen und wieder verkaufen, stellt das eine Erwerbstätigkeit dar. Die Gewinne sind zu versteuern. Verluste dürfen in Abzug gebracht werden.
Bei den direkten Einkommenssteuern werden Gewinne aus dem Verkauf von Privatvermögen nicht besteuert. Die Kantone erheben aber eine Grundstückgewinnsteuer bei Liegenschaften, Wohnungen, Land etc. Besteuert wird der Gewinn. Also die Differenz zwischen dem Verkaufserlös und den getätigten Investitionen (Anlagekosten: Kaufpreis + allfällige Investitionen während der Besitzdauer).

Übrigens: Wenn Sie den Erlös gleich wieder in eine neue Privatwohnung investieren, wird die Steuer aufgeschoben.
Ja. Allerdings sind ab der Steuerperiode 2015 Lottogewinne unter CHF 1'000.- steuerfrei. Tombolapreise (z.B. Auto, Kalb, Fernseher etc.) werden zum Verkehrswert und somit zum Katalogpreis besteuert.

Mehrwertsteuern

Die Mehrwertsteuer ist mittlerweile die grösste Einnahmequelle des Bundes. Mit dieser Steuer wird der nicht unternehmerische Endverbrauch im Inland besteuert. Die steuerpflichtige Unternehmung erhebt die Steuer bei seinen Kunden und leitet sie an den Bund weiter. Die Autogarage beispielsweise stellt eine Rechnung für neue Scheibenwischer von CHF 20.- plus 8% MWST = CHF 21.60. Die Steuer von 1.60 leitet sie an den Bund weiter.

Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kann die Unternehmung bezahlte Vorsteuern beim Bund zurückfordern. So wird das gleiche Produkt nicht mehrfach belastet. Die Autogarage bezahlte beispielsweise beim Einkauf des Scheibenwischers an die Firma Bosch CHF 13.50 inkl. 8% MWST. Der Anteil der MWST von CHF 1.00 kann sie beim Bund zurückfordern bzw. mit der obigen Umsatzsteuer des Verkaufs verrechnen.
Mit der Mehrwertsteuer wird der Umsatz bzw. die Roheinnahmen des Unternehmens erfasst (nicht der Gewinn). Sind die Einnahmen tiefer als CHF 100'000 pro Jahr, ist die Unternehmung befreit und muss sich nicht anmelden.
Wenn von vornherein nicht sicher ist, ob der Umsatz von CHF 100'000 in den ersten 12 Monaten erzielt wird, können Sie die Lage nach drei Monaten neu beurteilen. Ist dann absehbar, dass das Unternehmen den Umsatz erreichen wird, müssen Sie es bei der MWST anmelden. Wahlweise ab dem 4. Monat oder rückwirkend auf das Datum der Geschäftsaufnahme.

Infos und Merkblätter finden Sie unter www.estv.admin.ch unter der Rubrik Mehrwertsteuer.

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